Wohnzimmerbeleuchtung planen. So geht es richtig.

15.01.2019 12:23

Das Wohnzimmer ist für gewöhnlich das Herzstück der Wohnung oder des Hauses. Beleuchtung kann maßgeblich über Gemütlichkeit, Sicherheit und Funktionalität in den eigenen vier Wänden entscheiden. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks planen Sie Ihre ideale Wohnzimmerbeleuchtung.

Lichtplanung fürs Wohnzimmer - Technische Grundlagen

Die Helligkeit eines Leuchtmittels wird in Lumen (lm) gemessen. Für die Grundbeleuchtung eines Wohnzimmers empfehlen Beleuchtungsexperten 100 lm pro Quadratmeter, ergänzt durch Tischlampen, Stehleuchten oder indirekte Wandbeleuchtung. Mit dimmbaren Leuchten können Sie Ihre Beleuchtung situationsabhängig steuern. Die Einheit Kelvin beschreibt die Leuchtfarbe eines Leuchtmittels, das heißt, ob dessen Licht gelblich-warm oder kalt ist.

weniger als 3.300 Kelvin: warmweißes Licht - wirkt entspannend

3.300 - 5.300 Kelvin: neutralweißes Licht - wirkt aktivierend

mehr als 5.300 Kelvin: tageslichtweißes Licht - wirkt konzentrationsfördernd

Laut Experten ist die ideale Lichtfarbe oder Farbtemperatur im Wohnzimmer warm-weiß. Leuchtmittel dieser Lichtfarbe leuchten wie die altbekannten Glühlampen und erinnern an das Licht in den Abendstunden. In diesem Licht stellt der Körper sich auf Entspannung ein. Allerdings lässt sich das Wohnzimmer auch mit neutralweißem Licht gut ausleuchten.

So planen Sie Ihre Wohnzimmerbeleuchtung richtig

Im Wohnzimmer  benötigen Sie alles in allem natürlich nicht so viele und intensive Lichtquellen wie in anderem Räumen Ihres Hauses. Je nach Raumbeschaffenheit kann dies variieren. Hier spielen die Größe des Raumes, vorhandenes Tageslicht durch Fenster und die Helligkeit der Einrichtung eine Rolle.

Bevor Sie die Installation Ihrer Wohnzimmerbeleuchtung vornehmen, sollten Sie die Möbelposition Ihrer Einrichtung kennen. Dadurch vermeiden Sie durch eine ungünstig angebrachte Lampe geblendet zu werden.

Bei einer Größe von ca. 20qm sollten Sie 3-5 Leuchtquellen nutzen.

Unser Tipp: Stellen Sie in Ihrem Wohnzimmer auch einige Stehleuchten (vorzugsweise mit Dimmregler) auf, um die Licht-Stimmung der Situation anzupassen. Auch Einbaustrahler verfügen heutzutage teilweise über einen Helligkeitsregler.

Die Grundbeleuchtung im Wohnzimmer

Das „Grundgerüst“ der Wohnzimmerbeleuchtung bildet die Beleuchtung an der Zimmerdecke und kann durch Strahler, Deckenlampen, Einbauspots oder ähnliche Lichtquellen angelegt werden.

Diese Lichtquellen können zentral im Raum, oder über die Wohnzimmerdecke verteilt platziert werden. Pendelleuchten werden oftmals über dem Couch- oder Esstisch angebracht. Dies verhindert, dass man mit dem Kopf gegen die Leuchte stößt. Besonders bei leistungsstarken Strahlern und Spots ist es sinnvoll, diese mit einem Dimmregler auszustatten, um die Helligkeit und Lichtintensität variabel auf den Raum und die Situation abzustimmen.

Neben der Grundbeleuchtung benötigen Sie idealerweise aber noch weitere Lichtquellen. Empfohlen wird ein Mix aus drei verschiedenen Lichtquellen.

Steh- und Wandlampen können besondere Ecken oder Möbelstücke in Szene setzen und Bereiche voneinander abtrennen. Sehr große Räume können so sinnvoll und optisch ansprechend unterteilt werden und sehr kleine Räume erscheinen durch eine optimale Ausleuchtung größer.

Achten Sie beim Kombinieren der Leuchten auf ein harmonisches Gesamtbild und verwenden Sie nur einheitliche Stile und ähnliche Leuchtfarben.

Direktes oder indirektes Licht

In der Regel ist das Wohnzimmer einer der größten Räume im Haus. Wird ein großer Raum ausschließlich über punktuelles Licht erhellt, werden einige Bereiche sehr stark beleuchtet, andere hingegen gar nicht. Dies resultiert in einem starken Hell-Dunkel-Kontrast und das Auge muss eine starke Adaptionsleistung erbringen, um auf die unterschiedlichen Helligkeiten zu reagieren. Das ermüdet den Sehsinn. Ein größtenteils gleichmäßiges Raumlicht sorgt für eine angenehme Grundhelligkeit und entlastet so das Auge.

Zusammengefasst stellen wir fest, dass die optimale Wohnzimmerbeleuchtung keine Raketenwissenschaft ist.

Viel Spaß beim Planen und Umsetzen in den eigenen vier Wänden! 


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